Referenz · Berlin · 13. August 2026
Rauchwarnmelder-Tausch per Seilzugang in Berlin
Ausgangslage
Im Eingangsbereich einer der größten Veranstaltungsarenen Berlins standen 17 Rauchwarnmelder zum Turnustausch an. Das Foyer ist ein hohes Glasatrium: Decke über einer auskragenden Galerie, ein Teil der Melder sitzt über Glasflächen und über der Fassadenkonstruktion. Ein Teil davon war mit der Hubbühne schlicht nicht erreichbar — es gibt keine Aufstellfläche, die trägt, und über Glas stellt man ohnehin nichts ab. Ein Gerüst für 17 Melder wäre eine Woche Aufbau für einen Tag Arbeit gewesen.
Lösung
Zugang komplett im Seil. Die Melder sitzen an der Decke über dem Atrium, also wird von oben angeschlagen und frei zum jeweiligen Punkt gearbeitet — zwei unabhängige Seilsysteme an redundanten Anschlagpunkten, nach TRBS 2121 Teil 3. Jedes Werkzeug und jeder Melder hängt gesichert am Techniker — über einer Glasdachfläche darf schlicht nichts herunterfallen.
Jeder Melder trägt eine eigene Kennung, also läuft der Tausch nach Liste: Kennung ablesen, Melder tauschen, Funktion prüfen, abhaken.
Ausführung
Vor dem ersten Abseilen: Anschlagpunkte einrichten und prüfen, Arbeitsbereich unter der Galerie absperren, Rettungskonzept aufstellen. Danach Punkt für Punkt — anfahren, alten Melder entnehmen, neuen setzen, Kennung mit der Liste abgleichen, Funktionsprüfung, weiter zum nächsten.
Der Betrieb lief normal weiter. Das Foyer ist der Zugang zum Haus, es wurde nicht gesperrt, nur der Bereich direkt unter dem jeweiligen Arbeitspunkt. Was am Seil hängt, braucht keine Stellfläche und keine Rangierwege — der Rest der Halle bleibt frei.
Ergebnis
Alle Melder getauscht und geprüft, an einem Einsatztag, ohne Hubbühne und ohne Gerüst. Übergeben mit Fotodokumentation und Bericht, inklusive Zuordnung Kennung zu Melder. Am selben Standort haben wir im selben Jahr auch Fliesenarbeiten in der Gewerbeküche, Trockenbau und Netzmontagen ausgeführt.

