Referenz · Berlin · 10. Juni 2026
Trockenbau-Trennwand mit Glasscheibe in Berlin
Ausgangslage
Ein Erdgeschoss-Büro in Berlin sollte neu zugeschnitten werden: bestehende Trockenbauwand raus, neue Trennwand an anderer Stelle — inklusive Wiedereinbau der vorhandenen Glasscheibe als Sichtfenster. Das Büro blieb während der gesamten Arbeiten in Betrieb, ein Teil des Mobiliars stand im Raum, und die Kollegin nebenan hatte eine klare Ansage gemacht: bitte keine staubige Baustelle.
Lösung
Neuaufbau als Trennwand in zwei Abschnitten mit einem Richtungswechsel von etwa 15 Grad, an Raum und Schreibtischflucht angepasst: rund 160 cm entlang der Schreibtischrückseite, dann 140 cm bis zur Bestandswand. Aufbau: CW/UW-Ständerwerk mit Doppelständern am Knickpunkt, beidseitig doppelt beplankt, Holzfaserdämmung, auf Q3 verspachtelt und geschliffen, zwei Lagen deckend Weiß.
Ausführung
Zuerst die Staubschutzwand — im laufenden Büro Pflicht. Dann Rückbau der Altwand, Neuaufbau, Glasscheiben-Einbau mit Kompriband, umlaufender Abdichtung und Anschlussprofilen. Im Wandverlauf lag eine Bodensteckdose: Statt sie stillzulegen, haben wir die UW-Schiene um die Bodentank-Box geführt und eine Revisionsklappe in die neue Wand integriert — Strom und Netzwerk bleiben erreichbar.
Dazu kam Tischlerarbeit, mit der niemand gerechnet hatte: Ein rund fünf Zentimeter starker Massivholz-Schreibtisch musste parallel zur neuen Wand gekürzt werden. Mit Führungsschiene gesägt, die Schnittkante fein geschliffen und zweifach mit dunklem Hartwachsöl geölt, zum Abschluss eine saubere Abschlussleiste zwischen Wand und Platte. Drei Mann, zwei volle Arbeitstage, ein kurzer Nacharbeitstermin — fertig.
Ergebnis
Mängelfreie Abnahme, dokumentiert mit Abnahmeprotokoll und Fotobericht, fünf Jahre Gewährleistung auf die Bauleistung. Das Büro hat während der gesamten Bauzeit normal weitergearbeitet. Es war eines von vier Trockenbauprojekten in Berliner Büroflächen im selben Jahr.
